Turnverein 1892 Differten e.V.

D-66787 Wadgassen-Differten

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Vereinshistorie - Teil 2 - 1950 bis 2008

1950 Neugründung des Turnvereins 1892 Differten

Die Neugründung der deutschen Turnvereine nach dem 2. Weltkrieg wurde durch die Militärregierungen der Siegermächte lange Zeit behindert. Im Gegensatz zu anderen Sportarten wurde v. a. dem Turnen vormilitärische Jugenderziehung nachgesagt, und die Turnvereine hatten das Image nationaldeutscher Organisationen. Dennoch gelang es schließlich am 12. September 1950 den Differter Turnfans bei der Versammlung in der Kochschule des katholischen Vereinshauses den „Turnverein 1892 Differten“ wieder zu beleben. Mit dabei waren die alten Turner Nikolaus Baltus, Michael Hümbert, Klemens Leinenbach, Hans Schmidt, Fritz Eisenbarth, Michel Eisenbarth, Jakob Schmidt und Peter Stein sowie zahlreiche Turnneulinge. Aus ihren Reihen wurde folgender Gründungsvorstand gewählt:

1. Vorsitzender Alfons Hirtz
2. Vorsitzender Fritz Eisenbarth
1. Schriftführer Hans Schmidt
2. Schriftführer Jakob Schmidt
1. Kassierer Michel Hümbert
2. Kassierer Georg Zwer
Oberturnwart Peter Stein
Turnwarte Nikolaus Laurent, Jakob Schirra, Nikolaus Baltus
Schülerturnwart Michel Eisenbarth
Das letzte noch lebende Gründungsmitglied von 1892, Peter Reinstädtler, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Aber auch ein anderer, der sehr viel später in die Fußstapfen des Peter Reinstädtler treten sollte war damals schon dabei:
Josef Christ – 54 Jahre Vereinsgeschichte bis zum Ehrenvorsitzenden

Preisfrage:
Wer hatte die meisten Kinder in Differten? Der Lehrer? Der Pastor? Oder Josef Christ, der neue Ehrenvorsitzende des TV Differten?
Also ganz ehrlich, ich weiß es auch nicht. Aber auf jeden Fall ist Josef Christ ein heißer Anwärter auf diesen Titel. In den letzten 54 Jahren hat er nicht nur durch seine Arbeit im Vereinsvorstand maßgeblich das Gesicht des Turnvereins geprägt, sondern darüber hinaus in zahllosen Trainingsstunden ganze Generationen heranwachsender Differter Kinder in körperliche Form gebracht.
Alles in allem Grund genug, an dieser Stelle das Werk unseres Ehrenvorsitzenden mit einem eigenen Beitrag zu würdigen:
Als sich am 10.09.1950 im Katholischen Vereinshaus unter der Leitung von Johann Schmidt die turninteressierte Jugend unseres Dorfes zur Neugründung des Turnvereins 1892 Differten traf war Josef Christ – gerade 15 Jahre alt – bereits mit von der Partie. Die Zeiten waren hart, und von der umfangreichen Geräteausstattung der Vorkriegszeit waren nur noch ein altes Reck und ein Stemmgewicht (37,5 kg) sowie die Vereinsfahne übrig. Das erste Vereinsziel war klar: Beschaffung von Sportgeräten. Bis dies erreicht war, standen zunächst Sportarten im Vordergrund, die mit wenig Ausstattung auskommen, wie Bodenturnen, Leichtathletik, Wandern oder Waldlauf. Schon im zweiten Monat nach der Neugründung wurde deshalb ein Turnerball veranstaltet mit den Zielen der Bekanntmachung des Vereins und der Beschaffung von Finanzmitteln. Zahllose ähnliche Veranstaltungen sollten in den 50er Jahren folgen.
Erstmals übernahm Josef Christ im Jahr 1952 Verantwortung im TV Differten. Bei der Generalversammlung unter dem Vorsitz von Alfons Hirtz wurde er als Schülerturnwart in den erweiterten Vorstand gewählt. Damit verbunden war die Übungsleitung beim Turnnachwuchs – eine Aufgabe die er bis heute, über 50 Jahre später, mit viel Hingabe ausübt.
Der erste dokumentierte Wettkampf nach dem Krieg fand im August 1951 in Püttlingen statt. Es war das Landesturnfest und der Turnverein Differten entsandte 4 Kampfrichter und 16 Turner. Einer davon: Josef Christ. Für ein Startgeld von 50,-ffrs bestritt der heutige Ehrenvorsitzende seinen ersten offiziellen Wettkampf. Das Abschneiden ist leider nicht überliefert. Dafür findet sich in den Annalen das Ergebnis eines Gau-Rundenkampfes aus dem Jahr 1955. Nach der Devise „Dabeisein ist alles“ hat unser Jupp gut gekämpft, ein Platz im Vorderfeld blieb ihm jedoch versagt.
Dies lag sicherlich auch daran, dass Josef Christ schon früh beruflich und zusätzlich schulisch sehr stark eingespannt war und so nur wenig freie Zeit zum Training blieb. Auch seine Mitarbeit im Vereinsvorstand musste er auf die Übungsleitung beschränken. Der Normalfall war und blieb bei ihm über viele Jahrzehnte der Gang von der Turnhalle zur Nachtschicht.
Das heißt, die Turnhalle gab es damals noch gar nicht. Der Turnverein Differten trainierte auf dem sog. Turnplatz und im Vereinshaus. Die sportliche Vielfalt war gegenüber der heutigen Angebotsbreite deutlich eingeschränkt. Mädchen in Sportkleidern waren noch verpönt.
Dafür blühte das kulturelle Leben. Der TV verfügte über einen eigenen Spielmannszug. Schauturnen, Familienabende, Preismaskenbälle, bunte Abende und Tanzveranstaltungen fanden mehrmals im Jahr statt. Der Kassierer stöhnte wegen der zu entrichtenden Vergnügungssteuer.
Gleichzeitig herrschte in seltsamem Kontrast strenge Disziplin. Leitsprüche wie „Großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit und Selbstaufopferung“ oder „Wachse, blühe und gedeihe“, die Vereinshymne „Turner auf zum Streite“ und der Turnergruß „Gut Heil“ erscheinen uns heute wie die Relikte aus einer anderen Zeit.
Am 23.06.1963 stieg „Turnbruder“ Josef Christ endgültig voll in die Vorstandsarbeit des TV Differten ein. In der Generalversammlung an diesem Tag wurde er zum Schriftführer des Vereins gewählt, ein Amt das er 8 Jahre lang ausübte. Gleichzeitig eröffneten sich für den Turnverein mit dem Bau der Schulturnhalle auf dem Eimersberg völlig neue Möglichkeiten. Moderne Sportgeräte und ausgedehntere Übungszeiten ließen den Turnsport erblühen. Zu den Wettkampfsportlern kamen immer mehr Freizeitsportler hinzu. Verstärkt strömten nun auch Mädchen in die Übungsstunden. Liegestütz und Klimmzug, Rolle und Rad, Handstand und Kehre, Aufschwung und Umschwung, Matte, Reck, Bock, Kasten, Balken und Ringe, Reifen, Keulen, Bälle u.v.m. - die ganze turnerische Palette war nun verfügbar. Auch der Autor dieser Zeilen erinnert sich noch bestens an den neuen Geruch der Turnhalle und an die riesigen Filzpantoffel, in denen man wie mit Schneeschuhen durch die Halle bohnerte.
Das Wettkampfturnen hatte Josef Christ zu diesem Zeitpunkt längst aufgegeben. Aber wenn es der Schichtdienst zuließ, traf man ihn jeden Montag und Freitag in der Halle bei seinen Kindern. Verstärkt wendete er sich den jüngsten Schülerinnen und Schülern zu, für deren Förderung er mit der Zeit ein besonderes Händchen entwickelt hatte.
Mit der zunehmenden Erfüllung der Wünsche an die Ausstattung mit Sportgerät und Trainingsraum kann man in den 60er Jahren einen leichten Rückgang im geselligen Leben des TV feststellen. Im Jahr 1970 wurde der vereinseigene Fanfarenzug aufgelöst. Wenig später hielt dafür die moderne Technik Einzug. Zur Begleitung geselliger Anlässe und tänzerischer Übungen (z.B. Sparte Hausfrauen) wurde erstmals ein Tonbandgerät angeschafft.
Die Mitgliederzahl des TV Differten war inzwischen auf über 200 Turnerinnen und Turner angestiegen.
In der Generalversammlung am 07.03.1971 legte Josef Christ das Amt des Schriftführers nieder, um auf die Position des Oberturnwartes zu wechseln. Zusammen mit dem neuen Vorsitzenden Josef Rupp machte er sich zum Ziel, den Turnverein wieder besser in Schwung zu bringen.
Ein wichtiger Schritt war am 10.08.1973 die Eintragung des Turnvereins 1892 Differten e.V. ins Vereinsregister. Der Verein war erstmals in seiner Geschichte als rechtsfähig anerkannt.
Als Oberturnwart war Josef Christ jetzt verantwortlich für das sportliche Wohlergehen aller Sparten und Gruppen im TV. Dank seiner ausgleichenden und dennoch immer engagierten Art genoss er das Vertrauen aller Sparten. Der Verein gewann in den Folgejahren zusehends an sportlicher Breite und Qualität sowie an neuen Mitgliedern (1976: 360 Mitglieder).
Ein geschickter Schachzug war das Engagement von Turnlehrern der Gangolfschule für den TV. Diese brachten talentierte Schüler mit und lösten so einen neuen Aufschwung im Wettkampfturnen aus.
Ebenfalls 1973 wurden die Sparten Volleyball und Karate neu gegründet. Beide etablierten sich schnell als starke und dynamische Stützen des Vereins, die viele neue Mitglieder und nach kurzer Zeit auch große sportliche Erfolge brachten. Im Karate waren dies neben unzähligen guten Platzierungen zahlreiche Saarlandmeisterschaften und sogar mehrere Deutsche Meisterschaften. In der Sparte Volleyball nahmen bis zu 11 Mannschaften (Damen, Herren und Jugend) gleichzeitig an offiziellen Meisterschaftsspielen teil. Die Erfolge blieben auch hier nicht aus, und insbesondere nach der Gründung der TSG (Spielgemeinschaft mit dem Turnverein Schaffhausen) in 1978 ging es mehrmals hoch bis in die Oberliga.
Weitere Sportgruppen (Wandern, Tanzen, neue Alters- und Leistungsklassen im Turnen, Leichtathletik, Aerobic, Gymnastik, Tischtennis, Fußball, Badminton, ...) kamen dazu und steigerten nachhaltig den Bedarf an Sportstätten und Trainingszeiten. Die Kapazitäten der Schulturnhalle reichten bald nicht mehr aus. Da traf es sich gut, dass im Mai 1979 die Gemeinde Wadgassen nach langem Drängen mit der neuen Bisttalhalle eine weitere Plattform für die Vereinsarbeit bereitstellen konnte. Der Turnverein Differten nahm dieses Angebot gerne an.
Der Verein florierte im sportlichen aber auch im geselligen Bereich. Ebenfalls in das Jahr 1979 fällt der Umzug aus dem katholischen Vereinshaus hinüber in den ehemaligen Kindergarten. Hier hatte der Turnverein nun 3 Räume zur Verfügung, die sowohl für die Unterbringung von Geräten als auch für Versammlungen und Feste genutzt wurden.
Im Freizeitsektor entwickelte der TV Ende der 70er und in den 80er Jahren völlig neue Aktivitäten. Neben die traditionellen Veranstaltungen traten vermehrt Vereinsausflüge, Zeltlager und mehrtägige, zum Teil heute noch legendäre Gruppenfahrten in die Turnerheime nach Herzogenhorn und Braunshausen. Wenn es seine beruflichen Verpflichtungen zuließen, war Josef Christ hier immer mit von der Partie. Schließlich seien auch noch die Fahrten zum Deutschen Turnfest erwähnt, die mit dem Besuch in Berlin 1987 anfingen. Es folgten Bochum/Dortmund, Hamburg, München und Leipzig. Josef Christ war immer in der Differter Delegation dabei – und das nicht nur als Sporttourist. In Hamburg schockte er die gesamte bundesdeutsche Turnelite und erkämpfte einen viel beachteten und nie gefährdeten 200. Platz in seiner Altersgruppe.
In den Jahren von 1984 bis 1988 übernahm Josef Christ zusätzlich zu seinen Aufgaben als Oberturnwart und Übungsleiter auch immer öfter Aufgaben des zeitlich stark eingespannten 1. Vorsitzenden Hildebrand Schikowski. Als dann am 04. Juli 1986 bei der Völklinger Hütte die Hochöfen ausgingen, ging Josef Christ in den vorzeitigen Ruhestand. Nun konnte er seine Kraft noch mehr in den Dienst des TV stellen. So kam es schließlich folgerichtig, dass er nach 17 Jahren als Oberturnwart in der Generalversammlung am 13.03.1988 zum 1. Vorsitzenden des Turnverein Differten gewählt wurde. Es begann eine neue Ära.
Die ersten Jahre des Vorsitzes von Josef Christ verliefen ruhig und mit kontinuierlich positivem Trend. Im sportlichen und geselligen Bereich herrschte reges Leben. Neu im Jahresreigen des TV in dieser Zeit waren die Teilnahme am beliebten Michelsgassfest (später Bisttalfest) und am Nikolausmarkt. Für die Finanzierung des Sportbetriebes erlangten auch die Faschingsveranstaltungen in der Bisttalhalle wieder zunehmend Bedeutung. In Kooperation mit 4 befreundeten Dorfvereinen und den Altrockern „The Birds“ gelang bis in die heutigen Tage die Etablierung einer regelrechten Großveranstaltung in Differten.
Jäh gestört wurde die Entwicklung des Turnvereins durch den Brandanschlag auf die Bisttalhalle am 06.01.1991. Schlagartig war der TV eines Großteils seiner Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten beraubt. Die Sparten mussten zusammenrücken, Zugeständnisse machen oder andere Räumlichkeiten suchen. Eine schwierige Zeit mit hohem Konfliktpotential, durch die Josef Christ seinen Verein sicher hindurchführte.
Auch das 100. Vereinsjubiläum des Turnverein Differten im September 1992 war gestört durch den Ausfall der Bisttalhalle. Man wusste sich aber zu helfen und die Festlichkeiten fanden rund um die Schulturnhalle, auf den beiden Sportplätzen und im katholischen Vereinshaus statt. Es gelang ein würdiges Jubiläum mit vielfältigen Aktivitäten aller Sparten und einem wunderschönen Galaabend. Das hohe Ansehen des Turnvereins sowie seines Vorsitzenden weit über die Vereinsgrenzen hinaus spiegelte sich dabei auch in der großen Anteilnahme der Differter Ortsvereine und befreundeter Nachbarn. Im Jubiläumsjahr zählte der TV Differten annähernd 600 Mitglieder, darunter 500 Aktive und 250 Jugendliche.
Trotz des problembehafteten Startes entwickelte sich der Turnverein unter der Führung von Josef Christ auch in den 90er Jahren stetig nach vorn. Neue Sparten wie die Hobbyvolleyballer, Robe Skipping und Jugendvolleyball bereicherten das sportliche Angebot. Auch die etablierten Sparten entwickelten sich weiter und meldeten neue Aktivitäten (z.B. Männergymnastik und regelmäßige Fahrradtouren). Im Jahr 1996 veranstalteten die Volleyballer erstmals das Beach-Volleyball-Turnier im Parkbad – bis heute eine super Veranstaltung.
Die Zeit um die Jahrtausendwende wird auch als Zeit des strukturellen Umbruchs in die Annalen des TV Differten eingehen. Bereits in den 90er Jahren hatte Josef Christ damit begonnen, den Generationswechsel im geschäftsführenden Vorstand einzuleiten. Als eigentlicher Startschuss für weitere tiefgreifende Veränderungen (damals ahnte das noch niemand) kann aber die feierliche Fahnenweihe 1998 gelten. Von da an ging es Schlag auf Schlag. Im Jahr 2000 verlangte der Saarländische Turnerbund aus steuerlichen Gründen von seinen Vereinen die Beantragung der Gemeinnützigkeit. Vor allem für den 1. Vorsitzenden und die Kassiererin (seitdem treffender Finanzfachwirtin) begann eine Mammutaufgabe. Die Vereinssatzung musste grundlegend umgestellt werden, die Kassenführung musste buchhalterischen Anforderungen genügen. Zahllose Termine mit Notar, Steuerberater und Finanzamt waren hierfür zu leisten.
Und damit nicht genug. Im September 2000 flatterte dem Verein die kurzfristige Kündigung der Clubräume durch die Gemeinde ins Haus. Der TV bewies einmal mehr Entschlusskraft und entschied nach Auslotung aller Möglichkeiten kurzfristig in der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 26.11.2000, ein eigenes Vereinsheim zu bauen - für den 1. Vorsitzenden ein nicht unerhebliches persönliches Haftungsrisiko. Unter vollem sportlichem Betrieb und bei größter Beanspruchung des Vorstandes wegen der Gemeinnützigkeit wurde in Rekordzeit v. a. dank dem selbstlosen Einsatz vieler unermüdlicher Helfer unser schmuckes Vereinsheim hochgezogen. Ganz nebenher übernahm der Verein auch noch die Federführung an Fasching 2001, gründete die neue Sparte Trampolinturnen und feierte im November 2002 sein 110-jähriges Bestehen. Der 1. Vorsitzende brannte ein wahres Feuerwerk an Aktivitäten ab. Aber am 15.06.2003 war es ihm schließlich vergönnt, unter großer Anteilnahme von Prominenz und Bevölkerung den sehr gelungenen und in seiner Konzeption äußerst nützlichen Bau seiner Bestimmung zu übergeben. Josef Christ hatte mit der Unterstützung seiner Helfer/-innen die schwere Aufgabe gestemmt.
Inzwischen war er der letzte Vertreter der „alten Garde“ im Geschäftsführenden Vorstand. Die großen Aufgaben waren bewältigt. Josef Christ stand kurz vor der Erreichung seines 70-sten Lebensjahres. Alles in allem der richtige Zeitpunkt, die Verantwortung in jüngere Hände zu geben.
Nachdem er auch die vielleicht schwierigste Prüfung seiner Amtszeit, nämlich die Suche nach einem geeigneten Nachfolger, bestanden hatte, zog sich Josef Christ am 31.10.2004 aus dem Vorstand des TV Differten zurück. Typisch für ihn die Abschiedsrede, in der er kaum ein Wort über schwierige Zeiten verlor, sondern von der Ehre sprach, die es ihm bedeutete, den TV zu leiten und von der Freude, dass er dieser Aufgabe gerecht werden konnte.
Aber was heißt hier Ruhestand?! Noch in der gleichen Sitzung wurde Josef Christ einstimmig zum zweiten Ehrenvorsitzenden in der Geschichte des TV Differten ernannt. Und wer den „Christ Jupp“ kennt, der weiß, dass er auch in Zukunft nach Kräften für den TV Differten da sein wird. Sportlich aktiv bleibt er freitags in den Übungsstunden der Herrengymnastik und auch das 21. Deutsche Sportabzeichen – abgelegt beim TV Differten – wird sicher nicht lange auf sich warten lassen.
Und nicht zuletzt wird Josef Christ auch in Zukunft wie bereits seit über 50 Jahren montags und freitags in der Schulturnhalle für seine Turnkinder da sein. Denn bei allen erhaltenen Ehrungen und Weihen ist für ihn nach wie vor die größte Freude, wenn ihm beim Gang durch seinen Ort eine junge Stimme nachruft: „Hallo Herr Christ“.

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 18. Januar 2012 um 08:52 Uhr  

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